Gastbeitrag von Laura Arns

Der Sprung ins kalte Wasser als Unternehmensgründer bedarf viel Mut und Durchhaltevermögen. Der zukünftige Unternehmer muss viel wagen, um seine Idee erfolgreich umzusetzen. Jedoch gilt bei der Unternehmensgründung oft der Spruch „Vorsicht ist besser als Nachsicht“. Viele Fehler, die von Gründern begangen werden, können durch vorheriges Informieren und Organisieren vermieden werden. Nachfolgend sind zehn Fehler aufgelistet, die Sie als Gründer möglichst vermeiden sollten.

1. Nur ein Gründer
Start-up-Unternehmen sollten mehr als einen Gründer haben, da ein Unternehmen mit mehreren Gründern eine bessere Glaubwürdigkeit besitzt und es Ihnen ermöglicht, die anstehenden Aufgaben sinnvoll aufzuteilen. Es ist zudem von Vorteil, wenn die Gründer über unterschiedliches Know-how verfügen und jeder eine andere Perspektive mit einbringen kann (bei Technik Start-ups zum Beispiel technischer und kaufmännischer Background, zum einen für die Produkte und zum anderen für die Organisation und Buchhaltung).
Auch aus psychologischer Sicht übernimmt ein Gründungspartner eine wichtige Rolle. Gerade in der Anfangsphase einer Unternehmensgründung gibt es schwierige Phasen, in welchen die Unterstützung eines Partners sehr hilfreich ist und die Arbeit auf zwei Partner aufgeteilt werden kann.

2. Falscher Standort
Der Standort ist ein Schlüsselfaktor eines erfolgreichen Start-ups. Ein schlechter Standort erschwert den Aufbau des Unternehmens. Sie sollten auf der Basis ihrer Geschäftsidee entscheiden, wo sie am besten aufgehoben sind (z.B. im Stadtzentrum oder abseits davon – benötigen Sie Lagerhallen oder nur Büroräume? Empfangen Sie wichtige Kunden oder nicht?).

3. Sie tun zu viele Dinge gleichzeitig
Eines der größten Probleme von Start-up-Unternehmen ist es, zu viele Dinge auf einmal angehen  und Probleme lösen zu wollen. An dieser Stelle sollten Sie Prioritäten setzen und sich auf das Wichtigste konzentrieren. Aufgaben mit einer niedrigeren Priorität, wie beispielsweise die Anrufannahme können Sie auch an einen Dienstleister abgeben.

4. Ungeeignete Mitarbeiter
Sie sollten ausschließlich Mitarbeiter gewinnen, die optimal für ihre Aufgaben qualifiziert sind und voll und ganz hinter ihrem Unternehmen stehen. Wählen Sie ein passendes Bewerbungsverfahren, um an kompetente und passende Mitarbeiter zu gelangen. Prüfen Sie die zukünftigen Mitarbeiter auf Herz und Nieren.

5. Falscher Startzeitpunkt des Unternehmens
Die Umsetzung Ihrer Idee sollten in jedem Falle ausgereift sein, bevor sie damit in den Markt eintreten. Auf der anderen Seite sollten sie dabei nicht perfektionistisch agieren und zu lange warten, so dass ihre finanziellen Ressourcen darunter stark leiden. Eine sogenannte Beta-Version ist für den Anfang ausreichend. Kunden und auch Sie sollen noch im Nachhinein die Möglichkeit haben, Ideen zu adaptieren oder zu ändern. Auch saisonal bedingt sollte der Startzeitpunkt Ihres Start-ups gut überlegt sein.

6. Sie haben zu viel oder zu wenig Kapital aufgebracht
Die Basis für ein erfolgreiches Start-up  ist die Entwicklung eines detaillierten und ausgefeilten Business-Plans, der regelmäßig angepasst und konstant befolgt wird. Ohne diesen kann es schnell passieren, dass die Finanzen aus dem Ruder laufen. Halten sie sich von Anfang an Ihren Business Plan, den Sie mit Sicherheit auch bei der Suche nach Investoren benötigen.

7. Zu geringes Budget
Häufig fallen ungeplante Ausgaben an, die Sie nicht einkalkulieren konnten. Aus diesem Grund geht das Budget oft schon viel früher zur Neige als errechnet. Deshalb sollten alle Ausgaben so niedrig wie möglich gehalten werden: Stellen Sie beispielsweise nicht zu viele Mitarbeiter ein und achten Sie auf die Kosten ihrer Räumlichkeiten (sind angemietete Büroräume wirklich nötig?). Eine Alternative für die Anmietung von Büroräumen sind Geschäftsräume und  Business Center, die flexibel angemietet werden können und bereits voll ausgestattet sind. Dazu befinden sie sich meist an attraktiven Standorten.

8. Falsche Investoren
Freunde oder Familienangehörige sollten in der Anfangsphase einer Unternehmensgründung nicht als Investoren einsteigen. Sie tragen in der Regel nicht den richtigen „Drive“ bei, der für ein erfolgreiches Start-up nötig ist und könnten erfahrene Investoren in späteren Finanzierungsrunden abschrecken. Auch bei eventuellen privaten Streitigkeiten gibt es finanziell keine Schnittpunkte und die Finanzierung ist aus dieser Sicht nicht gefährdet.

9. Unstimmigkeiten bei den Gründern
Mit welchem Partner Sie eine Unternehmensgründung anstreben, sollte Ihnen im Voraus bewusst sein und gründlich überdacht werden. Eine angenehme und offene Arbeitsatmosphäre ist essentiell für Ihren Erfolg. Ein ausgeprägter Individualismus der Parteien bringt Sie nicht weit. Transparenz und Teamplayer sind gefragt: jeder sollte sich auf den anderen verlassen können.

10. Kein oder schlechtes Marketing
Ihre Produkte und Leistungen mögen noch so einzigartig sein, das nützt jedoch nichts, wenn sie niemand kennt und keine Vermarktung stattfindet. Sie sollten herausfinden, über welche Kommunikationskanäle Sie am besten die für sie wichtigen Zielgruppen erreichen können. Achten Sie dabei jedoch darauf, sparsam mit ihren Finanzen umzugehen und nutzen Sie möglichst kostenlose Kanäle (z.B. soziale Medien).  Auch SEO (Search Engine Optimization, zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung) kann Ihnen, besonders wenn Sie im Bereich groß aufgestellt sind, helfen, sich im Internet zu vermarkten.

Über den Autor:
Laura Arns ist im Marketing bei der Firma ebuero AG tätig. Das Berliner Unternehmen ebuero AG kann sich als Anbieter von Telefon- und Büroservice www.ebuero.de seit zehn Jahren in der Branche durchsetzen. Seither hat die ebuero AG ihr Angebot weiterentwickelt und gehört so auch mit ihrem mehrsprachigen 24-Stunden-Service zu den Pionieren.

Anschrift:            ebuero AG | Hauptstr. 8 | 10827 Berlin
Tel.:                    +49 30 780 999 99

Bild: Istockphoto.com

1 Antwort
  1. Leo
    Leo sagte:

    Wollte mich für die Tipps bedanken! Haben mir sehr geholfen. Habe mittlerweile ein virtuelles Büro von virtuellesbuero.at. Da ich jetzt in Österreich tätig bin, war das für mich die erste Anlaufstelle.

    Antworten

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