Ich habe eine Frage: Nutzen Sie schon die Kraft konstruktiver Fragen? Nein. Vielleicht. Manchmal. Haben Sie Lust, Ihre Selbstermächtigung weiter auszubauen und eine ganz neue Gelassenheit im Umgang mit Herausforderungen zu erlangen? Wunderbar. Dann lesen Sie weiter.

Diesen Artikel habe ich für Sie geschrieben, damit 2018 ein Jahr voller Freude, Frieden und Fülle für Sie und uns alle wird. Ich vermute, dass es ein Jahr voller kleiner und großer Herausforderungen für Sie wird – denn so ist das Leben.

Deshalb habe ich mich gefragt:
»Wie können konstruktive Frage Ihre Selbstermächtigung stärken?«
»Wie können Sie sich selbst bei der Erreichung Ihrer Ziele unterstützen?«
»Wie können Sie Herausforderungen mit mehr Gelassenheit meistern?«
Schauen wir uns das mal an.


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Visionen sind wichtig

Leider weiß ich nicht mehr, wo ich den Satz aufgeschnappt habe, aber er hat sich in mein Bewusstsein eingebrannt: »Wenn keine Vision da ist, kommt die Angst.«

Viele Menschen haben keine Vision. Deshalb haben viele Angst: Angst vor der Zukunft, vor Unvorhersehbarem, Ablehnung, Ausgrenzung, Krankheit, Terror, Krieg, Armut, Einbruch, Diebstahl, Alleinsein …
Wie ist es mit Ihnen? Haben Sie ein Zukunftsbild, das Sie inspiriert und jeden Morgen freudvoll aufstehen lässt? Wissen Sie, was durch Sie ins Leben will?

Oder fühlen auch Sie sich oft von ängstlichen, sorgenvollen und destruktiven Gedanken ausgebremst? Dann ist JETZT ein guter Zeitpunkt, um innezuhalten und einiges zu relativieren.

Zeit zum Erwachen

Manche Menschen hoffen, dass sich Probleme von selbst lösen. Werden sie nicht. Manche hoffen, dass andere eine Lösung finden. Kann sein. Wieder andere gehen in die Selbstermächtigung und handeln gemäß ihrer Wünsche, Ziele und Absichten. Und genau dazu lade ich Sie ein.

Ermächtigen Sie sich selbst, indem Sie sich selbst schöpferische Fragen stellen. Stärken Sie sich selbst, indem Sie herausfinden, was Sie inspiriert.

So ist das Leben: Es gibt entspannte Tage. Es gibt herausfordernde Tage. Mal gibt es Stress im Beruf, mal in Beziehungen. Mal haben wir Probleme mit Geld, mal mit der Gesundheit. Nie verläuft das Leben linear. Stattdessen entwickeln wir uns und jede Entwicklung geht von Zeit zu Zeit mit Wachstums- oder Verlusterfahrungen einher. Ob wir es wollen oder nicht, sie kommen einfach.

Meist möchten wir in solchen Momenten die Außenwelt lenken und kontrollieren. Was uns aber selten gelingt. Meist können wir aber in solchen Momenten die Innenwelt lenken und kontrollieren. Was wir oft vergessen, was aber super funktioniert.

Achten Sie mal darauf: In dem Moment, in dem wir Herausforderungen gegenüber stehen, tendieren wir alle dazu, uns Fragen zu stellen:

»Wieso ist das jetzt schon wieder passiert?«
»Warum wird es mir so schwer gemacht?«
»Wie kommt der Blödmann nur dazu, mir das anzutun?«
»Wieso habe ich nicht auf Xy gehört?«
»Was mache ich nur immer falsch?«
»Wann hört das endlich auf?«

Fragen sorgen für Antworten

Kennen Sie solche Fragen? Dann wissen Sie, dass die Antworten niemanden weiterbringen. Sie kreisen lediglich um Schuld, Schicksalsfragen und Selbstabwertung. Vielleicht finden Sie so Schuldige. Lösungen finden sie nicht.

Deshalb enden solche unproduktiven Ursache-Wirkungs-Analysen auch meist mit Schuld- oder Schamgefühlen oder Wut- und Ärgerenergie im Bauch.

Klare Gedanken und zielorientierte Entscheidungen sind damit passé. Das Adrenalin steigt ins Blut und hält uns über Stunden auf den niedrigsten Bewusstseinsstufen fest. Der Tag ist versaut. So können sich Erfahrungen auswirken. Müssen sie aber nicht.

Lösungen zu fokussieren, statt Schuldige zu suchen, davon haben alle etwas – Sie, Ihre Familie und Ihr Umfeld.

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Starke Selbstermächtigung

Selbstermächtigt bzw. Selbststärkend zu handeln, ist leicht. Die Kraft konstruktiver Fragen unterstützt uns dabei. Aber was sind konstruktive Fragen? Es sind offene Fragen: Was …? Wann …? Wie …? Woher …? Womit …? Wer …?

Diese offenen Fragen sind für die Erreichung von Zielen oder die Verwirklichung von Absichten viel wichtiger, als Ursache-Wirkungs-Erklärungsmodelle. Warum?

Weil sie nutzbringende, aufbauende, dienliche, produktive, einfallsreiche, förderliche, kreative bzw. schöpferische Ideen und Energien liefern.

Offene Fragen, bringen Sie sofort aus destruktiven Gedanken- und Gefühlsmustern raus. Verrückt: Dabei geht es gar nicht so sehr darum, Antworten zu erhalten. Vielmehr geht es darum, dass Sie mit Hilfe der Fragen Ihr Energieniveau verändern und damit einen neuen Möglichkeitsraum betreten.

Konstruktive Fragen

Egal was passiert, mit der Formulierung konstruktiver Fragen erkennen wir an, dass wir Einfluss auf unsere Erfahrungen haben. Statt uns also auf Dinge zu konzentrieren, die wir nicht beeinflussen können, fragen wir gezielt nach Aspekten, die wir beeinflussen können. Und worauf haben wir am meisten Einfluss? Richtig, auf unser Denken, Fühlen und Handeln.

Konstruktive Fragen sind somit selbstbezogen und handlungsorientiert – immer. Mit ihnen konzentrieren Sie sich auf sich selbst, Ihre Schöpferkraft und Handlungsspielräume, die es immer gibt!

Spielräume wahrnehmen

Spüren Sie bitte mal, was beim Lesen der folgenden Fragen in Ihnen geschieht. Bei vielen meiner Klienten und auch bei mir, eröffnen diese Fragen immer wieder ganz neue Denkräume. Deshalb nutze ich diese Fragen sofort, wenn ich mit Herausforderungen konfrontiert werde.
Gibt es gerade eine Herausforderung in Ihrem Leben? Dann probieren Sie doch direkt mal aus, welche Fragen in Bezug auf Ihre Situation passen:

»Welche Vorstellung (Vision) würde mich jetzt mit Freude und Tatkraft erfüllen?«
»Wie wäre es, wenn alles optimal wäre?«
»Was kann ich tun, um dieser Vorstellung näher zu kommen?«
»Was kann ich tun, um … (Ziel, Absicht) garantiert zu erreichen?«
»Was kann ich tun, um bereits nächste Woche erste Erfolge zu erzielen?«
»Was wäre ein guter erster Schritt in diese Richtung?«
»Womit kann ich sofort beginnen, um …? «

»Welche vielfältigen Möglichkeiten habe ich noch, um … zu erreichen?«
»Wie sollte ich über mich und das Ziel denken, um … leichter zu verwirklichen?«
»Was könnte ich noch tun, woran ich bisher nicht gedacht habe?«

»Wie kann ich vorgehen, um Hindernisse auf dem Weg zu überwinden?«
»Was sollte ich unterlassen, um … (Ziel) schneller/leichter/einfacher zu erreichen?«
»Was sollte ich mehr machen, um … (Ziel) schneller/leichter/einfacher zu erreichen?«

 

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Spüren Sie etwas? Es geht vorrangig gar nicht darum, ob Sie sofort Antworten finden. Auch geht es nicht so sehr darum, welche Antworten Sie erhalten. Mein Anliegen ist es, dass Sie nicht in der Energie von Angst, Wut, Ohnmacht oder Verzweiflung stecken bleiben.

Ziel dieser Fragen ist es, dass Sie spüren, dass es Lösungen gibt. Und zwar in Ihnen. Nicht im Außen. Nicht durch andere. Sie tragen die Lösung in sich.

Kennen Sie das Gesetz: »Du kannst eine Frage erst dann stellen, wenn es eine zugehörige Antwort gibt. Vorher kannst du sie nicht formulieren.«

Vielleicht ist das der Grund, warum diese Fragen so belebend wirken, wie ein Spaziergang am Strand. Beides kann den Horizont weiten und Denken beleben.

Horizont erweitern – Hilfe erwägen

Manchmal haben wir nicht die Kraft, mit einer Situation alleine umzugehen. Manchmal sind wir emotional sehr aufgewühlt. Dann ist es gut, über unser eigenes Feld hinaus zu fragen:

»Wie haben andere Menschen dieses Problem erfolgreich gelöst?«
»Wer kann mir Tipps und Informationen geben, die mir jetzt helfen? «
»Wer kann mich bei der Verwirklichung meines Zieles unterstützen?«
»Wen kenne ich, den ich jetzt anrufen und fragen kann?«

Konstruktive Selbstermächtigung: so funktioniert sie

Ich hoffe, Sie haben ein Gefühl dafür bekommen, wie stärkend und sinnvoll der Umgang mit konstruktiven Fragen sein kann. Ich sehe es in meiner täglichen Arbeit als Coach: Angst ist das größte Hindernis beim Umgang mit Veränderungen. Entscheidungen, die aus Angst, Sorge, Frust oder Verzweiflung getroffen werden, werden selten gute Ergebnisse erzielen.

Deshalb empfehle ich: Bevor Sie also Entscheidungen treffen, sollten Sie immer zuerst emotional neutral oder in einer zuversichtlichen Lösungsorientierung sein.

Ich hoffe, dass Sie erkannt haben, was für ein wunderbares Werkzeug Ihnen mit den konstruktiven Fragen zur Verfügung steht. Spielen Sie mit den Fragen. Kreieren Sie eigene Formulierungen. Schulen Sie sich in der Kunst des konstruktiven Fragens. Und Sie werden merken, wie Sie immer gelassener mit Veränderungen und Herausforderungen umgehen können – gleichgültig, was gerade geschieht.

Sie wissen jetzt: Fragen Sie immer als erstes nach einer kraftvollen Vision, einer Zukunftsvorstellung, einem Wunschbild. Das muss nichts Großes sein. Es sollte nur eine Vorstellung sein, die Ihnen Energie schenkt.

Selbst wenn diese Vorstellung aktuell unrealistisch erscheint, kann sie Ihnen einen Vorgeschmack für die Vielfalt Ihre Möglichkeiten liefern. Und darum geht es. Mit diesem Artikel möchte ich Ihr Möglichkeitsdenken fördern.

Mir selbst hat der Umgang mit offenen Fragen geholfen, eine gesunde Gelassenheit im Umgang mit Veränderungen zu kultivieren. Das wünsche ich auch Ihnen.

 

Titelbild: fotolia.com/70120020

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