Resilienz ist eine Schlüsselkompetenz der Zukunft – für jeden Einzelnen und jedes Unternehmen. Erlauben Sie uns, dass wir mit diesem Artikel Ihr Interesse für dieses Thema wecken. Sollte Resilienz noch etwas hölzern für Sie klingen, so werden Sie sicher staunen, welch ein potenzialreiches Konzept sich dahinter befindet.

Zwei gute Gründe gibt es, sich von unserer Begeisterung anstecken zu lassen:
Zum einen, Resilienz ist DIE Grundvoraussetzung für Existenzgründer, Entrepreneure und Führungskräfte, um nachhaltig erfolgreich zu sein – vor allem in stürmischen Zeiten.
Zum anderen, eine Weiterbildung zum Resilienzberater kann für Sie als BeraterInnen, TrainerInnen oder Coachs DAS Sprungbrett sein, um die eigene Karriere oder Selbständigkeit auf ein neues Niveau zu bringen. Resilienz ist somit eine Schlüsselkompetenz UND ein Sprungbrett-Thema.

Was Resilienz genau bedeutet, wie es um Ihre eigene Resilienz steht und wie Sie Ihr Interesse am Thema vertiefen können, darum geht es in diesem Artikel.

Resilienz: Zauberwort der Zukunft

Aktuell sind fast alle Selbständigen, Firmeninhaber und Führungskräfte ständigen Veränderungen in einer gewissen Dauerbelastung, nicht wenige erleben eine Mehrfachbelastung oder gar Überlastung. Beruflich wie privat wird mehr und mehr die Fähigkeit mit Komplexität umzugehen gefordert, so dass emotionale Erschöpfung, sinkende Motivation bis hin zu abfallendem Unternehmenswachstum keine Seltenheit sind.

Die Dynamic des digitalen Zeitalters wirft neue Fragen auf:
»Wie können wir auch in solch herausfordernden Zeiten einen kühlen Kopf bewahren?«, »Wie können wir aus Krisen das Beste machen?«, »Wie können wir selbst im dicksten Stress noch das positive Potenzial erkennen?« …
Die Antwort lautet: Durch Resilienz. Oder anders ausgedrückt: Durch den gezielten Abbau von Belastungen und den Aufbau von Ressourcen.

Resilienz – Ein Erfolgsfaktor
Seit ich (Astrid-Beate Oberdorf) 2004 als zertifizierte Entspannungspädagogin die Akademie für gesundes Leben verließ, und mich selbständig machte, habe ich viele Tücken kennengelernt, die uns Menschen nicht stark sein lassen.
Mein Gespür für das Potenzial in uns allen hat mich immer neugierig suchen lassen: »Wieso halten manche Entrepreneure trotz schwierigster Umstände an ihren Zielen fest, während andere schon bei den ersten Schwierigkeiten den Kopf in den Sand stecken? Wieso prallt Stress an manchen Menschen ab, während andere sich schon von Kleinigkeiten überfordert fühlen? Wieso können sich manche leicht auf große Veränderungen einlassen, während andere schon bei kleinen Veränderungen Zukunftsängste entwickeln?«

Das Resilienz-Konzept lieferte mir befriedigende Antworten.
Der Begriff Resilienz stammt  von lat. resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘. Er steht u.a. für psychische Widerstandsfähigkeit. Gemeint ist damit die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, durch den bewussten Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen.

Die Resilienzforschung hat inzwischen klar ans Licht gebracht, welche Kräfte darüber bestimmen, wie wir Menschen Herausforderungen und Krisen verarbeiten. Wir realisieren oft nicht, dass jedes Mal, wenn wir mit schwierigen Situationen konfrontiert werden, wir auf bestimmte Weise darauf reagieren.

Sechs bis neun Faktoren sind es, die maßgeblich für unsere Resilienz verantwortlich sind. Auch wenn in verschiedene Studien unterschiedliche Parameter definiert wurden, interessieren uns hier weniger die Unterschiede, sondern vielmehr die Gemeinsamkeiten. An den übereinstimmenden Faktoren lässt sich gut erkennen, wie wir Krisen meistern, wie gut wir sie verarbeiten und ob wir gar gestärkt aus ihnen hervorgehen.

Lassen Sie uns nicht länger theoretisch bleiben.
Lassen Sie uns praktisch werden.

Wie steht es um Ihre innere Stärke? Wie reagieren Sie z.B. wenn ein Auftrag platzt und Sie das Honorar schon fest verplant hatten? Wie gehen Sie z.B. damit um, wenn ein Mitbewerber den Markt durch Dumpingpreise verändert? Wie widerstandsfähig sind Sie im Alltag? …

Resilienz- bzw. Stehaufmännchen-Test

Testen Sie Ihre eigene Resilienz und Sie werden sofort verstehen, welche Qualitäten es sind, die »Stehaufmännchen« in sich tragen. Bei dem folgenden Konzept beziehen wir uns auf die »7 Schlüssel der Resilienz«, von Prof. Dr. Jutta Heller. Lesen Sie dazu die folgenden Aussagen und bewerten Sie diese mit Punkten:
1 = stimmt nicht
2 = stimmt eher
3 = stimmt genau

1. Akzeptanz
Ich akzeptiere was ich nicht ändern kann. Was in der Vergangenheit geschehen ist, ist geschehen. Über Unveränderbares in der Gegenwart rege ich mich nicht auf.

2. Optimismus
Generell habe ich eine positive Lebenseinstellung bzw. –haltung. Es fällt mir leicht, die gute Seite an Menschen, Dingen und  Situationen zu erkennen. Generell erwarte ich das Beste vom Leben.

3. Selbstwirksamkeit

Was ich kann, das weiß ich. Ich bin von meiner Kompetenz überzeugt. Generell habe ich Vertrauen in meine Fähigkeiten, Fertigkeiten und mein Können.

4. Eigenverantwortung
Niemand außer mir trägt die Verantwortung für meine Handlungen und Entscheidungen. Ich alleine bin für die Konsequenzen meines Verhaltens verantwortlich. Andere zu beschuldigen liegt mir nicht.

5. Netzwerkorientierung
Ein stabiles soziales Umfeld stärkt mich. Kontakte zu pflegen und mir (vor allem bei Herausforderungen) Unterstützung zu holen, ist normal für mich.

6. Lösungsorientierung
Meine Aufmerksamkeit lege ich lieber auf Lösungen, Chancen und Möglichkeiten anstatt auf die Erforschung von Problemen. Wenn etwas nicht funktionieren, probiere ich etwas neues, bis es klappt.

7. Zukunftsorientierung
Meine Zukunft plane ich bewusst. Zielstrebiges und tatkräftiges Handeln gehört für mich dazu, um meine Pläne zu verwirklichen.

Auswertung
Schauen Sie sich bitte die einzelnen Aussagen an.

1 = stimmt nicht
In diesen Bereichen empfehlen wir Ihnen, ganz besonders hinzuschauen und sich Hilfe an die Seite holen, sei es in Form von Literatur, Seminaren, Erfolgsteams, Gesprächen mit Freunden oder Coachings.

2 = stimmt eher
Teilweise sind Sie schon gefestigt, teilweise noch instabil. Prüfen Sie, was Sie dabei unterstützen würde, eine noch größere Souveränität zu entwickeln. Vielleicht möchten Sie ein Resilienz-Tagebuch führen, um sich selbst mehr auf die Schliche zu kommen, wann Sie stark sind und bleiben können und was Sie ggf. noch schwächt.

3 = stimmt genau
Gratulation, in diesem Bereich ist Ihre innere Stärke gut entwickelt. Vielleicht haben Sie Interesse anderen in diesen Bereichen zu helfen auch gefestigter und gelassener zu werden.

Fazit: Sensible Stärke statt dickes Fell

Anhand der Testfragen ist Ihnen sicher bewusst geworden, dass Ihre Resilienz auf persönlichen Verhaltensmustern, Fähigkeiten und Haltungen beruht, die darüber bestimmen, wie Sie mit belastenden und kritischen Situationen umzugehen. Dieser individuelle Mix ist es letztlich, der darüber entscheidet, ob Sie auch unter Stress gesund bleiben und souverän agieren.
Gleichgültig wie Ihr Test ausgefallen ist, selbst als reifer Erwachsener haben Sie die Möglichkeit, Ihre persönliche Resilienz jederzeit zu steigern.
An äußeren Umständen können wir nichts ändern, dennoch haben wir immer die Wahl, Krisen als Chancen anzusehen und das Beste aus ihnen zu machen.

Der Schlüssel zur individuellen Resilienz liegt in einem stabilen Zusammenspiel der genannten sieben Schlüsselindikatoren. Je mehr Indikatoren in Ihnen gefestigt sind, umso flexibler können Sie wie ein verwurzelter Baum Wind und Stürmen trotzen und sich immer wieder erhobenen Hauptes der Sonne zuwenden.

Persönliche Resilienz stärken

Selbst wenn die Wurzeln für Resilienz in der Kindheit gelegt werden, können wir jederzeit als Erwachsene lernen, neu mit Stress und Herausforderungen umzugehen. Kleine Veränderungen können große Auswirkungen haben.
So wie uns als Schulkindern das ABC beim Schreiben und Lesen half, so kann uns heute das Resilienz-ABC dabei helfen, unsere seelische Widerstandskraft zu entwickeln und konstruktiver mit Krisen umzugehen.

Das Resilienz-ABC ermöglicht Ihnen tiefer in die Thematik einzutauchen. Viele kostenfreie Tipps schenkt es Ihnen. Schauen Sie immer mal wieder dort rein, es wird fortlaufend ergänzt: Resilienz-ABC

Resilienz in Unternehmen fördern

Gesundheitliches Management wird derzeit in immer mehr Unternehmen etabliert. Interessant ist dieser Faktor besonders für BeraterInnen, TrainerInnen, Coaches, Organisations- und PersonalentwicklerInnen, sowie andere Führungsverantwortliche, die sich im Themenfeld Resilienz neu positionieren und spezielles Knowhow aufbauen wollen.
Eine zertifizierte Ausbildung kann Ihr Sprungbrett in dieses Themenfeld sein. Professionelle ResilienzberaterInnen wird eine Zukunft voller vielfältiger und lohnender Aufgaben und Ansatzmöglichkeiten vorausgesagt.

Eine Möglichkeit der Qualifizierung bietet Ihnen die Ausbildung von Prof. Dr. Jutta Heller. Sie findet in Kooperation mit der Hochschule für angewandtes Management und der Hochschule für Gesundheit & Sport, Technik & Kunst statt. Hier finden Sie alle Details: Resilienz-Ausbildung

Lesenswerte Literatur

 

Wir danken Prof. Dr. Jutta Heller, dass sie uns als Expertin für Resilienz bei der Erstellung dieses Artikels zur Verfügung stand. Wir haben Sie als Expertin für Veränderungsmanagement kennen und schätzen gelernt. Sie lebt und lehrt Ihr Motto: Kompetent verändern – ohne wenn und aber.

P.S.: »Die äußeren Schwierigkeiten kommen und gehen schließlich wieder.
Der innere Mut kommt und bleibt dauerhaft bei uns.«
Sri Chinmoy


Bildrechte dieses Beitrags:

Prof. Dr. Jutta Heller

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