Wachstum erfordert Selbsterkenntnis

Wir alle haben den Wunsch nach größerer Kontrolle über das eigene Leben, verbesserten Beziehungen und mehr Seelenfrieden. Und es ist kein Geheimnis, dass in uns allen enorme Potenziale schlummern, um uns diese Wünsche mehr und mehr zu erfüllen.

Dass Wunsch und Wirklichkeit so oft auseinanderklaffen, liegt meist daran, dass wir unseren eigenen Schatten nicht sehen, verstehen und auflösen können. Egal, ob wir weniger Geld verdienen, als wir könnten, mehr Gewicht auf die Waage bringen, als wir wollen oder ob wir keinen Partner finden, obwohl wir schon lange nicht mehr als Single leben möchten, immer sind wir es selbst, die unsere Realität mitbestimmen.

Manche Selbstsabotageakte sind uns bewusst, wir nennen sie dann liebevoll unseren „inneren Schweinehund“. Solange er dafür sorgt, dass wir abends naschen, statt uns vitalstoffreich zu ernähren, werden wir unseren Selbstboykott kennen.
Andere Selbstverhinderungsmuster sind uns dagegen weniger zugänglich. Sie sind unser blinder Fleck und zeigen sich durch Fehlleistungen, nervige Mitmenschen, kleinere oder größere Katastrophen oder Schicksalsschläge im Außen.

Allzu leicht ist es, die Ursachen für solche Symptome im Außen zu suchen, obwohl sie in Wirklichkeit in uns selbst liegen. Der Psychologe C.G. Jung definierte das Selbst über eine Formel: Ich + Schatten = Selbst.
Wann immer wir über unsere äußeren Umstände jammern, erhalten wir sie am Leben. Wann immer wir äußere Umstände als Hinweis auf unsere innere Wirklichkeit annehmen, können wir wirklich etwas verändern.
Für den Fall, dass „unbewusste Muster“ unser Leben steuern, macht es Sinn, endlich unsere eigene innere Wirkkraft anzuerkennen und anzunehmen. Selbsterkenntnis ermöglicht, uns erfolgreich zu entwickeln und zu bewussten Gestaltern unseres Lebens zu werden.

„Es kam der Tag da das Risiko, in der Knospe zu verharren,
schmerzlicher wurde, als das Risiko, zu blühen.“
Azmuto


Keine Chance, unter der eigenen Flughöhe zu segeln

Es ist ein Ammenmärchen, dass sich etwas im Außen verändern lässt, ohne dass man sich selbst ändert. Grundsätzlich steckt in dem Wunsch, die äußeren Umstände zu verändern, immer auch der Wunsch nach persönlichem Wachstum. Das Gute ist, in dem Wunsch nach Wachstum steckt immer schon die Kraft der radikalen Selbstanalyse. Erst die Selbstanalyse ermöglicht einen nachhaltigen Richtungswechsel. Selbsterkenntnis befreit uns von wenig förderlichen Gewohnheiten und Glaubensmustern. Das erfordert Mut.

Mut, sich selbst anzuschauen, zuzuhören, zu fühlen und infrage zu stellen. Es erfordert den Mut, zu sterben und den Mut, neu geboren zu werden. So wie die Raupe sterben muss, um zum Schmetterling zu werden. Das Geschenk dieses Mutes ist die Magie der Metamorphose – sie ermöglicht, nicht länger unter der eigenen Flughöhe segeln zu müssen. „Verändere dein Bewusstsein, und du veränderst die Welt“.


Treffen Sie Ihre Entscheidung

Veränderungswünsche ermöglichen eine neue Achtsamkeit und einen respektvolleren Umgang mit sich selbst zu finden. Gibt es etwas, das Ihrer Zufriedenheit, Gesundheit oder Ihrem Glück im Wege steht? Die Antworten auf die folgenden Fragen können sehr erhellend sein. In der Regel sind es zwei Ängste, die uns von davon abhalten, das Leben zu leben, das uns entspricht: Erstens, die Angst, Opfer zu werden. Zweitens, die Angst, Schöpfer zu sein. Deshalb macht es Sinn, die Angst mal außer Acht zu lassen, damit Sie sich  selbst besser auf die Spur kommen:

Wenn ich keine Angst hätte, …
… was würde ich dann gerne mehr tun?
… was würde ich dann gerne weniger tun?
… womit würde ich dann gerne beginnen?
… was würde ich dann gerne beenden?

Das Leben ist eine Reise, die die Aussöhnung mit der verborgenen Seite der Seele einfordert – mit jeder Erfahrung und jeder Begegnung mit anderen. Je mutiger wir uns unseren Wünschen und Ängsten stellen, desto mehr werden wir mit Zufriedenheit und Erfüllung belohnt. Wir wünschen Ihnen die Liebe, Kraft und Bewusstheit, um Ihren ganz eigenen Weg zu finden und zu gehen. Wenn wir Ihnen dabei mit unserer Kompetenz behilflich sein können, tun wir das gerne.

Neue Arbeitswelt

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1 Antwort
  1. Simone Laufenberg-Reis
    Simone Laufenberg-Reis sagte:

    Hallo, Frau Oberdorfs,

    Ihre Gedanken in Ihren Newslettern lese ich sehr gerne. Im Arbeitsalltag gehen solche schon mal verloren ;), es ist sehr gut, dann wieder geerdet zu werden und kurz inne zu halten. Vielen Dank dafür!

    Herzliche Grüße
    Simone Laufenberg-Reis

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