Gehören Sie auch zu den Vorderdenkern, die seit Jahren anders arbeiten als Ihre Mitbewerber? Glauben Sie daran, dass Stress und Druck zum Beruf gehören, aber Erfolge auch mit viel mehr Leichtigkeit, Sinn und Verstand erzielbar sind? Wünschen Sie sich auch manchmal, sich mal mit Gleichgesinnten auszutauschen, um ein neues Niveau in der Art und Weise Ihrer Arbeit zu erreichen? Dann haben wir etwas für Sie. Kennen Sie schon Barcamps? Nein, dann lesen Sie unbedingt diesen Artikel. Wenn Sie jetzt keine Zeit zum Lesen haben, können Sie sich den Artikel hier direkt als PFD downloaden und später lesen.
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Barcamp – ein interessantes Weiterbildungsformat

Trends aufzuschnappen und neue Weiterbildungsformate auszuprobieren, gehört zu unserem Leben dazu. Wir haben schon Onlinevorträge gehalten, als viele noch nicht wussten, dass es Webinare und Teleseminare überhaupt gibt. Wir haben schon eine Onlinecommunity mit über tausend Teilnehmern bei Open-BC (heute Xing) aufgebaut und moderiert, als die meisten noch nichts mit dem Begriff Social-Media anzufangen wussten. Wir lieben es, die Vor- und Nachteile von Trends herauszufinden. Deshalb testen wir sie gerne auf Herz und Nieren. Schließlich wollen wir für unsere Kunden immer up to date sein und nichts empfehlen, was wir selbst nicht kennen.

Letztes Jahr, Anfang 2015, waren wir irgendwie frustriert. Wir besuchten bis dahin jedes Jahr verschiedene Vorträge, Fortbildungen und Kongresse. Aber inzwischen hatten wir immer mehr das Gefühl, irgendwie wiederholten sich die Themen und Tipps. Deshalb freute es uns, als uns Martina Baehr auf Barcamps aufmerksam machte. Seitdem haben wir die unterschiedlichsten Barcamps besucht, und weil wir von diesem offenen Weiterbildungs-Format sehr begeistert sind, berichten wir in diesem Blogbeitrag …

  • wieso ein Barcamp eine wertvolle Weiterbildungsform sind,
  • wieso Sie von der Teilnahme an einem Barcamp profitieren,
  • welche Barcamps es gibt und
  • wo Sie ein passendes Barcamp für sich finden.

Warum Weiterbildung oft nicht nachhaltig ist

Haben Sie jemals ein Seminar besucht und hinterher nichts von den Inhalten umgesetzt? Warum?
Haben Sie jemals während einer Fortbildung eine Zielplanung formuliert und diese direkt nach dem Seminar wieder vergessen? Warum?
Haben Sie sich schon mal darüber geärgert, dass Sie nichts von den wichtigen Inhalten aus einem Vortrag oder Seminar in Ihr Leben integriert haben?
Haben Sie sich jemals gefragt: Wieso nehmen Sie sich etwas vor und setzen es dann doch nicht um?

Wir denken, es lag daran: Wenn Sie unsere Gedanken lesen, bleibt zweifelsfrei etwas davon in Ihrem Gedächtnis haften. Wenn Sie sich allerdings zusätzlich Notizen machen, vertiefen Sie Ihre Erkenntnisse. Sie tauchen nicht nur viel tiefer in das Thema ein, sondern haben sich zudem eigene Gedanken dazu gemacht. Wenn Sie sich dann noch mit anderen über das Thema austauschen, bilden Sie weitere neuronale Vernetzungen in Ihrem Gehirn. Je mehr Sie sich mit einem Gedanken über die innere Reflexion auseinandersetzen, desto mehr verinnerlichen Sie ihn. Sicherlich kennen Sie das Zitat von Konfuzius:
»Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können.«

Konfuzius weist auf eine wichtige Facette beim Thema Weiterbildung hin: Wir brauchen eine emotionale Beteiligung, um unser bisheriges Verhalten wirklich infrage zu stellen. Wir brauchen eine emotionale Beteiligung, um neue Lerninhalte wirklich in unser Leben zu integrieren.
In einer Zeit, in der wir von der Flut an Informationen fast überfordert werden, haben viele von uns, nicht wirklich Lust alles Mögliche auszuprobieren. Die Gefahr des Scheiterns ist schließlich immer vorhanden.

Damit uns das nicht passiert, orientieren wir uns in der Regel lieber an dem, was Freude, Bekannte, Kollegen oder andere schon ausprobiert haben. Je lebhafter uns ein Mensch aus seinem persönlichen Erfahrungsschatz berichtet, desto ehr können wir seine Erfahrungen auch auf uns übertragen. Je mehr uns die Gedanken und Erfahrungen einer anderen Person emotionalisieren, desto mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir seine Erfahrungen auch auf uns adaptieren.

Überlegen Sie mal: Haben Sie jemals in der Kaffeepause eines Seminars (oder Vortrages, Netzwerktreffens o. ä.) einen Tipp von einem anderen Teilnehmer bekommen, der weitaus wertvoller für Sie war, als die Weiterbildungsveranstaltung selbst? Haben Sie jemals in einem kurzen Gespräch auf dem Flur, in der Kantine, in der Stadt … jemanden von Ihren Erfahrungen erzählt und die Person ist Ihnen heute noch dankbar, weil sie dadurch einen Tipp erhalten hat, der für sie zu diesem Zeitpunkt Gold wert war?

Wirklich bereichernder Austausch, der uns inspiriert etwas mal wirklich anders zu machen, findet oft während einer entspannten Pause statt. Es sind häufig die zwanglosen Begegnungen mit anderen Menschen, die uns nachhaltig inspirieren. Es sind häufig die gelebten und reflektierten Erfahrungen anderer, die uns so sehr inspirieren, dass sie unsere Gedanken auf eine neue Umlaufbahn lenken.

Wir haben das erst kürzlich erlebt, als wir unsere Ernährung radikal umgestellt haben. Eine junge Frau erzählte uns bei einem Businessfrühstück, dass sie seit Jahren keinerlei Getreide und Zucker zu sich nimmt. Ihre Erfahrungen haben uns neugierig gemacht. So sehr, dass sich das, was sich anfangs wie ein absurder Gedanke anfühlte, heute auch zu unserer Realität geworden ist. Kein Buch über Ernährung hatte diesen Impuls bisher in uns bewirkt. Erst ihr gelebtes Beispiel hat die Lust in uns wachgerufen, uns freiwillig auf dieses Experiment einzulassen.
Sicherlich haben Sie auch schon mal solche Erfahrungen gesammelt. Überlegen Sie mal: Wer hat Sie das letzte Mal dazu inspiriert, etwas in Ihrem Leben zu verändern? War es vielleicht auch ein beiläufiger Impuls, in einer entspannten Atmosphäre? Meist ist es so. Wir glauben: So wie die besten Ideen in entspannten Lebenssituationen empfangen werden  – z. B. beim Waldspaziergang, unter der Dusche oder auf der Toilette – entstehen viele gute Entwicklungen, wenn Menschen sich frei von Regeln austauschen. Und damit kommen wir wieder zurück zum eigentlichen Thema, zu Barcamps.

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Warum ist diese »Pausen-Energie« so wichtig?

Die Gründerväter von Barcamps waren der Ansicht: Die besten Ideen entstehen bei Konferenzen in der Pause – nur dort tauschen sich Menschen ungezwungen aus. Der Internetvordenker Tim O’Reilly war es, der etwas schaffen wollte, wie „das Wiki unter den Konferenzen“. Deshalb lud er befreundete Netzenthusiasten ein, um sich gemeinsam über Visionen und Ideen auszutauschen – frei von Regeln. Sein Ziel war es: Die Dialogbereitschaft und Vernetzung zu fördern. Dazu setzte er auf freien Austausch, eine angenehme Atmosphäre und drei Dinge:

  1. Kaffeepausen-Energie
  2. Geben-und-Nehmen-Prinzip
  3. Selbstorganisation

Ein Barcamp ist also eine Konferenz nach dem Prinzip der Selbstorganisation. Kein Wunder, dass sie deshalb auch häufig als Un-Konferenzen oder Nicht-Konferenzen bezeichnet werden. Wenn Sie schon mal auf einer Open-Space-Veranstaltung waren, dann haben Sie schon einen ungefähren Eindruck davon, wie es bei einem Barcamp zugeht.

8 Dinge sind es, die ein Barcamp charakterisieren:

Minimale Organisation
Ein Organisationsteam regelt nur so viel wie nötig. Seine hauptsächliche Aufgabe liegt darin für einen reibungslosen Ablauf und eine gute Atmosphäre zu sorgen. Zu Beginn des Tages organisiert das Team die Präsentation der Themenvorschläge. Mit Hilfe von Metaplan-Karten, Pinnwänden oder Whiteboards erstellt es einen individuellen Tagesplan.

Teilnehmer sind Teilgeber
Jeder Teilnehmer ist eingeladen aktiv zu werden. Aber nicht jeder muss etwas anbieten. Es ist nur ein Angebot. Jeder hat die Möglichkeit Vorträge, Workshops, Beispiele oder einfach eine Frage als »Session« anzubieten. Die einzelnen Sessions ergeben die Agenda.

Morgendliche Meetingplanung
Klingt verrückt, klappt super: Die Interessen der Teilnehmer entscheiden über die jeweiligen Sessions. Weil sich alle einbringen können, laufen immer mehrere Sessions parallel. Jeder kann wählen wo er hingehen möchte. Da ist für jeden etwas dabei.

Austausch der anderen Art
Austausch, Diskussion, Erfahrungsberichte … Die Sessions dienen dem Austausch auf Augenhöhe. Auch wenn es einen Moderator bzw. Initiator gibt, kann jeder seine Fragen stellen und Erfahrungen einbringen. Über den Tellerrand gucken ist erwünscht. Abwegigste Ideen dürfen unbefangen ausgedrückt und analysiert werden.

Erfolg durch Engagement
Alles dreht sich ums Mitmachen: Der Erfolg des BarCamps hängt vom Einbringen jeden Einzelnen ab. Je mehr jeder bereit ist andere an seinen Erfahrungen teilhaben zu lassen, desto mehr profitieren alle davon. Je hochwertiger die Beiträge sind, desto mehr Wertschöpfung findet statt.

Kooperation statt Konkurrenz
Beim Barcamp ist die »Pause das Programm«. Deshalb verlaufen die Sessions ganz entspannt. Leistungsdruck oder Konkurrenzgedanken finden hier nicht statt. Stattdessen liefert jeder Input, tauscht aus –auch mit Wettbewerbern. Alle glauben daran: »Wissen vermehrt sich durch Teilen«.

Dynamik durch Demokratie
Viele Barcamp-Besucher sind Wiederholungstäter. Manchen sind die Gespräche mit Gleichgesinnten das Wichtigste. Einigen ist der Wissenszuwachs wichtiger. So oder so schätzen alle die Dynamik und Energie, die durch das demokratische Miteinander entsteht.

Freiheit der Füße
Selbstorganisation stärkt. Freiheit ist das, was ein BarCamp besonders macht. Die TeilnehmerInnen treffen selbst die Entscheidung wohin sie im Rahmen der Veranstaltung gehen, wie lange sie bleiben und wann und wohin sie wechseln. Meine Lieblings-Regel für BarCamps lautet: „Überprüfe zu jeder Zeit, ob du an dem Ort, an dem du dich befindest etwas lernen oder beitragen kannst. Wenn du nichts lernen oder beitragen kannst, ehrst du die Gruppe mit deiner Abwesenheit.“ Diese vier Prinzipien habe ich beim InspiCamp kennen und schätzen gelernt. Sie machen die Sessions sehr angenehm:

Barcamp Prinzipien

In unseren Augen sind Barcamps ein wundervolles Weiterbildungsformat für Entscheidungsträger, also Unternehmer, Solopreneure, Fach- und Führungskräfte … Als Entscheidungsträger brauchen sie ständig neue Impulse. Als Entscheidungsträger brauchen sie ein sicheres Gespür für Trends. Als Entscheidungsträger brauchen sie immer wieder eine neue Vision. Die komplexen Herausforderungen, vor denen sie stehen, lassen sich durch den offenen Austausch mit anderen leichter meistern. Als wir uns gefragt haben, was Barcamps so besonders macht, fiel uns die Geschichte vom Propheten und den langen Löffel ein. Kennen Sie diese? Sie versinnbildlicht sehr schön, was bei einem Barcamp passiert.

Der Prophet und die langen Löffel

Ein Gläubiger kam zum Propheten Elias. Ihn bewegte die Frage nach Hölle und Himmel, wollte er doch seinen Lebensweg danach gestalten. „Wo ist die Hölle – wo ist der Himmel?“ Mit diesen Worten näherte er sich dem Propheten, doch Elias antwortete nicht. Er nahm den Fragesteller an der Hand und führte ihn durch dunkle Gassen in einen Palast. Durch ein Eisenportal betraten sie einen großen Saal. Dort drängten sich viele Menschen, arme und reiche, in Lumpen gehüllte, mit Edelsteinen geschmückte.
In der Mitte des Saales stand auf offenem Feuer ein großer Topf voll brodelnder Suppe, die im Orient Asch heißt. Der Eintopf verbreitete angenehmen Duft im Raum. Um den Topf herum drängten sich hohlwangige und tiefäugige Menschen, von denen jeder versuchte, sich seinen Teil Suppe zu sichern.
Der Begleiter des Propheten Elias staunte, denn die Löffel, von denen jeder dieser Menschen einen trug, waren so groß wie sie selbst. Nur ganz hinten hatte der Stiel des Löffels einen hölzernen Griff. Der übrige Löffel, dessen Inhalt einen Menschen hätte sättigen können, war aus Eisen und durch die Suppe glühend heiß. Gierig stocherten die Hungrigen im Eintopf herum. Jeder wollte seinen Teil, doch keiner bekam ihn.
Mit Mühe hoben sie ihren schweren Löffel aus der Suppe, da dieser aber zu lang war, bekam ihn auch der Stärkste nicht in den Mund. Gar zu Vorwitzige verbrannten sich Arme und Gesicht oder schütteten in ihrem gierigen Eifer die Suppe ihrem Nachbarn über die Schultern. Schimpfend gingen sie aufeinander los und schlugen sich mit denselben Löffeln, mit deren Hilfe sie ihren Hunger hätten stillen können. Der Prophet Elias fasste seinen Begleiter am Arm und sagte: „Das ist die Hölle!“

Sie verließen den Saal und hörten das höllische Geschrei bald nicht mehr. Nach langer Wanderung durch finstere Gänge traten sie in einen weiteren Saal ein. Auch hier saßen viele Menschen.  In der Mitte des Raumes brodelte wieder ein Kessel mit Suppe. Jeder dieser Anwesenden hatte einen jener riesigen Löffel in der Hand, die Elias und sein Begleiter schon in der Hölle gesehen hatten. Aber die Menschen waren hier wohlgenährt und man hörte in dem Saal nur ein leises, zufriedenes Summen und das Geräusch der eintauchenden Löffel. Jeweils zwei Menschen hatten sich zusammengetan. Einer tauchte den Löffel ein und fütterte den anderen. Wurde einem der Löffel zu schwer, halfen zwei andere mit ihrem Esswerkzeug, sodass jeder doch in Ruhe essen konnte. War der eine gesättigt, kam der Nächste an die Reihe. Der Prophet Elias sage zu seinem Begleiter: „Das ist der Himmel!“
Entnommen aus dem Buch: »33 und eine Form der Partnerschaft« von Nossrat Peseschkian, Fischer Taschenbuch Verlag.

Vielleicht ist Ihnen die Geschichte etwas zu positiv geprägt. Dennoch sind wir sicher, dass Sie unsere Botschaft verstanden haben: Manchmal braucht man nicht noch mehr Expertenwissen, um zu erfahren, wie man sich mit dem viel zu schweren Löffel beim Essen weniger verletzt. Manchmal braucht man einfach ein paar andere Menschen, um sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam anders mit Herausforderungen umzugehen. Um es nicht nur metaphorisch auszudrücken, fassen wir hier noch einmal kurz zusammen, wieso Sie von der Teilnahme bei Barcamps profitieren.

Wieso Sie von der Teilnahme an einem Barcamp profitieren:

  • Offen, ehrlich und schnörkellos werden Erkenntnisse und Erfahrungen ausgetauscht – Erfahrungen sind häufig wertvoller als jede Theorie.
  • Hochwertiger Austausch findet statt, damit jeder (noch) bessere Ergebnisse erzielt.
  • Jeder profitiert von den Erfahrungen der anderen und lernt so viel Neues.
  • Jeder wird angeregt anders, größer und mutiger zu denken und zu handeln.
  • Die Synergieeffekte fördern einen rasanten Kompetenzzuwachs.
  • Das Gefühl alleine zu sein, löst sich auf.
  • Je mehr jeder gibt, desto mehr gewinnen alle.

Diese Aufzählung sagt viel über die Qualität der Begegnungen, Sie bringt die vielfältigen Vorteile aber noch nicht genug ans Licht.

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Diese 7 Vorteile sprechen für den Besuch von Barcamps

  1. Barcamps sind kostengünstig
    Im Vergleich zu klassische Konferenzen mit Keynote-Speakern liegen die Kosten eines Barcamps deutlich niedriger, weil sie in der Regel keine Gewinnerzielungsabsicht haben. Viele Barcamps werden sogar von Sponsoren unterstützt und sind somit für jeden erschwinglich.
  2. Barcamps vermitteln ein gutes Gefühl
    Die komplexen Herausforderungen der heutigen Zeit erfordern Offenheit, Umsicht und neues Denken. Der aktive Austausch auf Augenhöhe ermöglicht Einblicke in Entwicklungen, derer man sonst erst später gewahr würde. Das eigene Wissen zu Teilen schenkt vielen ein gutes Gefühl.
  3. Barcamps faszinieren
    Es ist spannend zu beobachten, wie durch die Nutzung der Gruppenintelligenz schlummernde Potenziale geweckt und inspirierende Ideen ans Tageslicht befördert werden. Die Interaktion mit Gleichgesinnten ist aufregend und macht Spaß.
  4. Barcamps fördern die Vernetzung
    Das Risiko sich alleine im Dickicht aktueller Herausforderungen zu verlieren wird reduziert. Die gemeinsame Suche nach sinnvollen Lösungen schweißt Menschen zusammen. Durch den aktiven Austausch werden neue Kontakte, Kooperationen und Netzwerke gefördert.
  5. Barcamps schaffen einen Vorsprung
    Inspirierende Dialoge rund um Zukunftsfragen und Zeitgeistthemen setzen häufig eine Dynamik und Vernetzungsbereitschaft frei, durch die jeder seine Ziele leichter erreichen kann.
  6. Barcamps sind selbstbestimmt organisiert
    Einer spricht und alle hören zu, so etwas wie in der Schule oder Uni gibt es beim Barcamp nicht. Alle Teilnehmer haben Einfluss auf die Entwicklung der Zusammenkunft. Niemand muss sich etwas anhören was ihn nicht interessiert. Jeder kann organisieren was ihm entspricht.
  7. Barcamps fördern die Zugehörigkeit
    Jeder hat die Chance seine Ideen zu präsentieren und durch gute Gespräche, wertschätzendes Feedback und kritische Anmerkungen seine Kompetenz zu erweitern. Schlummernde Potenziale können entdeckt werden.

Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, dann interessieren Sie jetzt sicher zwei Dinge: welche Barcamps es gibt und wo Sie diese finden können.

Welche Barcamps gibt es?

Wir haben uns mal umgesehen und erkennen, dass es von Jahr zu Jahr mehr Barcamps gibt. Wenn Sie kein bestimmtes Hobby oder berufliches Interesse haben, können Städte Barcamps wie sie Düsseldorf, Berlin, Frankfurt und zunehmend mehr Kommunen anbieten, eine erste Möglichkeit zum Reinschnuppern sein. Bei diesen themenoffenen Barcamps trifft sich meist eine bunte Mischung aus Start-up-Gründern, Studenten, Bloggern, Programmierern und Konzernvertretern (meist sind das die Sponsoren). Obwohl diese Barcamps thematisch offen sind, wird dort häufig »der digitale Wandel« in seiner ganzen Vielfalt vertieft.
Wenn Sie lieber ein themenspezifischeres Barcamp suchen, schauen Sie am besten in Barcamp-Listen rein. Hier finden Sie unter anderem berufliche Barcamps, wie das etablierte PM-Camp für Projektmanagement, das InspiCamp für Menschen, die Onlineprodukte entwickeln wollen oder unser Barcamp Business für Menschen, die den Wirtschaftswandel bewusst mitgestalten wollen. Bei diesen Barcamps treffen Sie in der Regel auf erfahrene Teilnehmer und echte (Lebens-)Unternehmer. Branchenbezogenen Barcamps nehmen derzeit rasant zu, wie auch Barcamps im Bereich Lifestyle, Healthy und Food.

Wo finden Sie Barcamps?

Für einen guten Barcamp-Überblick empfehlen wir Ihnen die Barcamp-Liste. Schauen Sie dort ruhig häufiger rein. Die Anzahl deutschlandweiter Angebote wächst ständig und wird laufend aktualisiert. Auch ein Besuch bei der Barcamp-Übersicht vom Onlinemagazin t3n lohnt sich. Dort finden Sie häufig noch andere Barcamps. Deshalb empfehlen wir, immer mal wieder bei beiden Linkverzeichnissen reinzuschauen und zusätzlich auch mal den Begriff »Barcamp« in die Suchmaschinen einzugeben. Nicht alle Organisatoren von Barcamps tragen ihr Event in Verzeichnissen ein.

Fazit: Jeder Mensch hat blinde Flecken, die man auch als Betriebsblindheit bezeichnen kann. Jeder Mensch hat Denkblockaden, die ihn immer das Gleiche denken und tun lassen. Jeder Mensch hat Wünsche, Sehnsüchte und Ziele, bei denen er manchmal nicht sieht, wie er sie (leichter) erreichen kann.
Barcamps können in solchen Fällen großartige Keimzellen für innovative Ideen sind. Für uns sind sie ein wertvoller Treffpunkt, um Menschen zu begegnen, die anders denken und arbeiten. Wir sind davon überzeugt: Wissensaustausch schafft Wertschöpfung. Mehrwert entsteht im Miteinander. Die Chancen, die der Austausch auf Barcamps bietet, sind weitaus größer, als das Risiko alles beim Bestehenden zu belassen.

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Übrigens: Clevere Unternehmen nutzen die Weisheit ihres Personals.

Wenn Sie Inhaber eines mittelständischen Unternehmens sind, dann empfehlen wir Ihnen, mal ein Mitarbeiter-Barcamp zu organisieren. Damit können Sie heute schon Lösungen für die Herausforderungen von Morgen finden. Immer mehr zukunftsbewusste Betriebe erkennen das Potenzial, das dieser Trend bieten kann. Immer mehr Firmen nutzen Mitarbeiter-Barcamps, um brachliegende Potenziale im Unternehmen nutzbar zu machen.

»Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.«
Galileo Galilei

Wenn Ihnen der Blogbeitrag gefällt, laden Sie ihn doch als PDF auf Ihren Rechner und drucken Sie ihn aus. Dann können Sie immer wieder auf ihm zurückgreifen. Wenn Sie noch Fragen zum Thema haben oder uns Ihre Erfahrungen mitteilen möchten: einfach ins Kommentarfeld schreiben oder zum Barcamp Business kommen! Dort erleben Sie, was wir hier versuchen zu beschreiben.

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Infografiken magic.piktochart.com © Astrid-Beate Oberdorf
Kaffeetasse www.fotolia.com/79975862 © Marco2811
Wortwolke www.fotolia.com/49729220 © fotodo
Gesamtkonzept www.fotolia.com/48505272 © Marco2811

2 Kommentare
  1. Wolfgang Tabak
    Wolfgang Tabak sagte:

    Hi,
    das klingt wie der gute alte Metaplan InfoMarkt – nur auf englisch. Aber das muß heute ja wohl so sein, sonst ist es nicht hipp!
    Die essentiellen Elemente (Abstimmung mit den Füßen, frei moderierte Themen zu einem bel. Oberthema, flexible Dauer – daher viel Zeit zwischen den einzelnen Teil-„Vorträgen“, …) sind alle enthalten. Schön, daß die alten Sachen wieder kommen, wenn auch mit viel tamm tamm. Aber das ist halt der Normalfall, wenn alter Wein in neuen Schläuchen verkauft wird. Infomärkte waren in den 80ern stark en vogue – vermutlich waren da viele der jetzigen Erfinder/Veranstalter noch nicht auf der Welt bzw. in Arbeit und Brot.
    Gute Sachen kommen halt immer wieder; wäre nur schön, wenn jeder seine Wurzeln kennenn würde. ;-D
    Viel Spaß
    Wolfgang Tabak

    Antworten
    • Astrid-Beate Oberdorf
      Astrid-Beate Oberdorf sagte:

      Hallo Wolfgang Tabak,

      ja, viele Aspekt kennt man schon von Open-Space-Veranstaltungen, die Mitte der 80er Jahre entwickelt wurden. Damals gab der US-Amerikaner Harrison Owend den Impuls dazu. Damals entwickelten sich die ersten Events, frei von einer vorab festgelegten Tagesordnung und ohne vorab bestimmte Redner. Erstmals legte man mehr Wert auf offenen Austausch, Entscheidungsfreiheit und Selbstverantwortung. Barcamps unterscheiden sie sich in einem Punkt von dem damaligen Konferenzen: Barcamps in Bezug auf die Selbstorganisation sind sie noch ein Stück anarchistischer.

      Danke für Ihren Kommentar
      Astrid-Beate Oberdorf

      Antworten

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